Warum frühzeitig eingreifen?

Ein frühzeitiges Eingreifen kann sich auf das Kind allein oder auf das Kind und die Familie zusammen konzentrieren. Frühinterventionsprogramme können zentrumsbasiert, heimbasiert, krankenhausbasiert oder eine Kombination sein. Die Dienstleistungen reichen von Identifikations- also Krankenhaus- oder Schulscreenings und Überweisungsdiensten bis hin zu Diagnose- und Direktinterventionsprogrammen. Eine frühzeitige Intervention kann jederzeit zwischen der Geburt und dem Schulalter beginnen; Es gibt jedoch viele Gründe dafür, so früh wie möglich damit zu beginnen.

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Warum frühzeitig eingreifen?
Es gibt drei Hauptgründe, früh mit einem außergewöhnlichen Kind zu intervenieren: die Entwicklung des Kindes zu verbessern, die Familie zu unterstützen und zu unterstützen und den Nutzen des Kindes und der Familie für die Gesellschaft zu maximieren.

Die Kinderentwicklungsforschung hat ergeben, dass die Rate des menschlichen Lernens und der Entwicklung in den Vorschuljahren am schnellsten ist. Der Zeitpunkt der Intervention wird besonders wichtig, wenn ein Kind Gefahr läuft, während eines Zustands maximaler Bereitschaft eine Gelegenheit zu verpassen, zu lernen. Wenn die belehrbarsten Momente oder Stadien der größten Bereitschaft nicht genutzt werden, kann es schwierig sein, eine bestimmte Fertigkeit zu einem späteren Zeitpunkt zu erlernen. Karnes und Lee (1978) haben festgestellt, daß „nur durch frühzeitige Identifizierung und angemessene Programmierung Kinder ihr Potential entwickeln können“ (S. 1).

Frühinterventionsdienste haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Eltern und Geschwister eines außergewöhnlichen Säuglings oder Kleinkindes. Die Familie eines kleinen außergewöhnlichen Kindes spürt oft Enttäuschung, soziale Isolation, zusätzlichen Stress, Frustration und Hilflosigkeit. Der verschärfte Stress der Anwesenheit eines außergewöhnlichen Kindes kann das Wohlbefinden der Familie beeinträchtigen und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Es wird festgestellt, dass familienweise behinderte Kinder häufiger von Scheidungen und Selbstmorden erfahren, und das behinderte Kind wird häufiger missbraucht als ein nichtbehindertes Kind. Frühzeitiges Eingreifen kann dazu führen, dass Eltern eine bessere Einstellung zu sich selbst und ihrem Kind haben, bessere Informationen und Fähigkeiten für den Unterricht ihres Kindes verbessern und mehr Freizeit und Beschäftigung freisetzen. Eltern von begabten Vorschulkindern brauchen auch frühzeitige Dienstleistungen, damit sie besser die unterstützende und nährende Umgebung bieten können, die das Kind benötigt.

Ein dritter Grund, frühzeitig einzugreifen, ist, dass die Gesellschaft den größtmöglichen Nutzen ernten wird. Die gestiegenen Entwicklungs- und Bildungsgewinne des Kindes und die geringere Abhängigkeit von sozialen Einrichtungen, die zunehmende Fähigkeit der Familie, mit der Anwesenheit eines außergewöhnlichen Kindes fertig zu werden, und vielleicht die erhöhte Beschäftigungsfähigkeit des Kindes bieten sowohl wirtschaftliche als auch soziale Vorteile.

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Ist die frühzeitige Intervention wirklich wirksam?
Nach fast 50 Jahren Forschung gibt es Evidenz – sowohl quantitative (datenbasiert) als auch qualitative (Berichte von Eltern und Lehrern) – dass frühzeitige Intervention den Entwicklungs- und Bildungsgewinn für das Kind erhöht, das Funktionieren der Familie verbessert und langfristige Vorteile für die Gesellschaft bringt. Es hat sich gezeigt, dass ein frühzeitiges Eingreifen dazu führt, dass das Kind weniger Sonderpädagogik und andere habilitative Dienstleistungen im späteren Leben benötigt; b) seltener in der Besoldungsgruppe beibehalten werden; und c) in einigen Fällen Jahre nach der Intervention nicht von nichtbehinderten Mitschülern zu unterscheiden sind.

Benachteiligte und begabte Kinder im Vorschulalter profitieren ebenfalls von einer frühzeitigen Intervention. Längsschnittdaten über benachteiligte Kinder, die am Ypsilanti Perry Preschool Project teilgenommen hatten, zeigten, dass sie im Alter von 19 Jahren signifikante Zuwächse erzielt hatten (Berrueta-Clement, Schweinhart, Barnett, Epstein, Weikart, 1984). Diese Kinder engagierten sich mehr für die Schule und mehr von ihnen beendeten die High School und gingen zu postsekundären Programmen und Beschäftigung als Kinder, die nicht vorderschule. Sie schnitten bei Lese-, Arithmetik- und Sprachleistungstests auf allen Klassenstufen besser ab; hat bis zum Ende des Gymnasiums den Bedarf an Sonderschuldiensten um 50 % verringert; und zeigte weniger asoziales oder straffälliges Verhalten außerhalb der Schule. Karnes (1983) behauptet, daß eine Untererfüllung des begabten Kindes durch frühzeitige Identifizierung und entsprechende Programmierung verhindert werden könne.

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